norweger-kitten.de: Aktuelles aus der Kitten-Welt der “Norweger”

Ernährung

Kitten – und auch trächtige bzw. laktierende Katzen – benötigen eine angepasste Ernährung. Diese muss sich nicht zwingend von der Ernährung einer erwachsenen Katze unterscheiden, allerdings muss man bedachter füttern.

Kitten haben z.B. einen höheren Mindestbedarf an Proteinen, den Mineralstoffen Kalzium und Phosphor, der Aminosäure Lysin und den Vitaminen A und D.

Stellt man das Futter selbst zusammen (BARF etc.) bzw. kocht man für die Kätzchen, muss dies ebenfalls entsprechend berücksichtigt werden.

Fehlt es z.B. an Kalzium, kann es zu ggf. irreparablen Missbildungen der Knochen kommen. Dies betrifft z.B. reines Fleisch, welches generell mit Kalzium supplementiert werden muss – bei erwachsenen Katzen ist dies nicht ganz so “wild”, solange es sich in Grenzen hält.

Sollte man auf Fertignahrung zurückgreifen (was ja die meisten tun), sollte man auf die Aufschrift “Alleinfuttermittel für Katzen“  bzw. “Alleinfuttermittel für Kitten” achten. Ein “Alleinfuttermittel für erwachsene Katzen” oder vor allem ein “Ergänzungsfuttermittel für erwachsene Katzen“, sollte möglichst gar nicht (Ergänzungsfuttermittel) oder nur in Maßen (Alleinfuttermittel) an Kitten verfüttert werden. Spezielles Kittenfutter gibt es reichlich und ist auch in den ersten Wochen der Futteraufnahme eine gute Wahl, allerdings sollte man immer bedenken, dass dies nicht das einzige Merkmal sein sollte. Die Qualität ist dort – wie immer – sehr unterschiedlich einzuordnen.

Gewöhnen Sie die Kitten am besten nicht nur an eine oder wenige Futtersorten – spätere Umstellungen gestalten sich um so schwieriger.  Ein – von Anfang an gewohnter -  “Trockenfutter-Junkie” wird z.B. mit recht großer Wahrscheinlichkeit nie oder selten Nassfutter anrühren und auch das Futter von einem bestimmten Hersteller könnte sehr schnell zum “alleinigen Liebling” einer Katze werden.

“Man sollte sich nicht mit einem Hersteller oder einer Futtersorte zufrieden geben. Auch für die “perfekte Wahl” gibt es mind. eine Alternative, welche ergänzend oder gleichwertig gefüttert werden kann “

Die ersten 4 Wochen

Eine gesunde Mutterkatze kümmert sich in den ersten Wochen komplett um die Versorgung der Kleinen.

Nach 4 Wochen – das Interesse an Futter ist da …

Für die erste Zeit der Futteraufnahme sollten Sie entsprechend nahrhaftes und bekömmliches Nassfutter bereitstellen. Trockenfutter sollte in lauwarmem Wasser eingeweicht sein.

Die kleinen sollten nun so langsam “reinhauen”.

Dies gilt für alle Altersstufen

Auf was sollte man bei Fertigfutter achten?

  • Auf einen hohen Fleischanteil und einen niedrigen Anteil an Kohlehydraten. Beim Trockenfutter ist der Anteil an Kohlehydraten i.d.R. sogar höher als der Fleischanteil, trotzdem die Zusammensetzung recht oft einen anderen Eindruck erweckt – beim Nassfutter sieht das meist besser aus
  • Getreide sollte nur wenig enthalten (z.B. ein paar % Reis) und entsprechend offen deklariert sein
  • Schädliche bzw. minderwertige Zutaten sollten ausgeschlossen werden (s.u.)
  • Tierische Nebenerzeugnisse sind mehr oder weniger sinnvoll, je nachdem ob sie (möglichst) vollständig deklariert sind oder nicht. Oft kann man aber leider von Schlachtabfällen der Kategorie 3 ausgehen
  • Die Aufschrift “Premium-Futter” ist  kein Qualitätsmerkmal, sondern es soll lediglich eine konstante Zusammensetzung “garantiert” werden – also beispielsweise “Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse …” vs. “Geflügelmehl, Maismehl …”. Ebenfalls machen Angaben wie “mit hochwertigen Zutaten” und “mit natürlichen Zutaten” ein Futter nicht gleich zu einem hochwertigem Futter. Wenn selbiges keine vernünftige Deklaration ausweißt, kann die eigentliche Zusammensetzung  irgendwas sein …

“Essensreste und Milch: bitte nicht! Weder Essensreste noch (handelsübliche) Milch sind geeignet für eine gesunde Katzenernährung “

In hochwertigem Futter finden folgende Zutaten keine Verwendung

In Anführungsstrichen bedeutet, dass im speziellen auf die Formulierung aufmerksam gemacht werden soll.

Die Liste enthält natürlich nur ein Auswahl an häufiger vorkommenden Beispielen und wird nie vollständig sein.

  • Künstliche Konservierungsstoffe/Antioxidantien (z.B. BHA, BHT), Geschmacksverstärker/Aromastoffe und Farbstoffe
  • Zucker, Karamell
  • “pflanzliche Eiweißextrakte”, “pflanzliche Nebenerzeugnisse”, Pflanzenproteinisolat
  • Cellulose
  • Weizengluten, Reisglutenmehl, Maisgluten, Maisglutenmehl, Maisproteinmehl, Maismehl etc.
  • “Öle und Fette”, “Tierfett”
  • Grieben, Fleischgriebenmehl etc.
  • Zuckerrübenschnitzel
  • Soja
  • Knoblauch

” Eine gute Akzeptanz des Futters ist natürlich Voraussetzung, aber leider kein Qualitätsmerkmal – das ist auch bei Menschen nicht anders. Akzeptanz kann durch viele Faktoren erreicht werden und einige davon sind nicht wirklich gesund … “